Stadtleben oder Dorfleben – was gefällt mir besser ?

Das Dorfleben. Ist logisch oder? Hier kenne ich die Kinder, die Kinder kennen mich, ich habe hier meine Arbeit und meinen Lebensmittelpunkt. Was das Stadtleben angeht kann ich nur von meinen Wochenend- und Fereienerfahrungen berichten. Einkaufen. Ich würde sagen, dass das ein Vorteil, aber auch ein Nachteil zu gleich ist. Wurde etwas vergessen einzukaufen, dann geht man eben am selben Tag noch einmal oder am nächsten Tag auf dem Heimweg von der Schule. Für mich ist das etwas schwieriger. Wenn ich zu Hause feststelle ich habe etwas vergessen, dann muss ich eine Woche warten bis ich wieder einkaufen gehe. Das verhindert aber auch, dass ich „täglich“ einkaufen gehe weil ich auf Lust auf etwas habe. Auch was die Möglichkeiten des Abendprogramms betrifft ist in der Stadt deutlich mehr gegeben. Restaurants, Bars, Clubs oder ab und zu auch Theater oder Public Viewing wenn Fußball kommt. Dennoch ich bin froh im Dorf zu wohnen. An der Pumpe Wasser zu holen, täglich von den Kids nach einem Ball oder Luftballon gefragt zu werden und über all bekannt  zu sein. Es gibt für mich nichts schöneres als von der Schule nach Hause zu laufen, mich mit SchülerInnen dabei zu unterhalten und von einem Kinderlächeln vor meinem Hus begrüßt zu werden. Wenn ich durch das Dorf laufe und die kleinen Dorfbewohner lachend und Hanna rufend auf mich zu gerannt kommen. Ich habe das Gefühl, dass ich hier angekommen bin, weit mehr als ich es vielleicht in der Stadt wäre. Man ist fast nie alleine und es weiß gefühlt immer jemand was du wann gemacht hast oder wo du warst, aber ich werde immer gefragt wann ich aus der Stadt wieder komme und ob ich nicht doch über das Wochenende hier bleiben kann. Die Freude ist auch immer wieder groß, wenn ich sonntags wieder komme.
Ich bin froh hier zu leben und das Dorfleben für ein Jahr so zu leben wie die Einheimischen. Vielleicht mit dem ein oder anderen mehr Luxus, aber im großen und ganzen so wie alle anderen auch. Um vier Uhr vom Hahn geweckt zu werden oder bis abends um elf Uhr von Musik beschallt zu werden, das ist das tägliche Brot hier.

Ich liebe es und werde es vermissen!

 

… dank der englischen Tastatur, muessen wir auf „ae, ue, oe und ss“ zurueck greifen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.