Musik-AG und Computerraum

Damit es nicht so aussieht, als würde ich hier nichts arbeiten und nur im Urlaub sein oder über meine Gefühlslage fachsimpeln, hab ich mal ein „up to date“ Bericht, was in den letzten Wochen so passiert ist vorbereitet. Ich glaube mein persönliches Wunschprojekt (Musik-AG) habe ich schon einmal erwähnt. Allerdings stand diese zum derzeitigen Zeitpunkt noch in den Startlöchern. Mittlerweile kann ich mit stolz sagen, dass die AG seit vier Wochen läuft. Im Moment sind Ferien und da die Schule geschlossen hat, pausiert die AG. Ich hoffe aber, dass sie nach den Ferien genauso gut weiterläuft wie zu Beginn. Was mache ich mit den Kindern überhaupt. Ich habe bereits vor Abflug nach Sambia den Wunsch gehabt eine Musik-AG ins Leben zu rufen. Also habe ich Freunde, Familie und Bekannte gefragt, ob sie Musikinstrumente haben, die sie nicht mehr benötigen. So ist eine kleine aber feine Auswahl zustande gekommen. Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an alle, die Instrumente gespendet haben. Mit sechs Blockflöten, einer Trommel, drei Rasseln und sechs Mundharmonika bin ich angereist. Ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung vom Mundharmonika spielen, aber das ist den Kids so egal. Es wird einfach rein gepustet und Musik gemacht. So ähnlich war es auch zu Beginn mit den Blockflöten. Da ich „nur“ sechs Flöte habe und ca. 15 Kinder (4. Klasse), musste ich mir was einfallen lassen. Ich hab die Gruppe in zwei Gruppen unterteilt. Während die erste Hälfte mit mir Blockflöte spielt, kann sich die zweite Hälfte mit den anderen Instrumenten beschäftigen oder, was sehr hoch im Kurs steht, mit malen beschäftigen. Ich finde es immer noch erstaunlich, wie Begeisterungsfähig sie sind, wie schnell sie dazu lernen und wie lange sie konzentriert bei der Sache sind. Auch dann noch, wenn fast zwei Stunden vergangen sind. Am Ende will keiner gehen und ich muss nach zwei bis zwei ein halb Stunden sagen, jetzt ist Schluss. Das ist nicht immer leicht, vor allem dann nicht, wenn ich sehen wie begeistert sie am malen sind. Bricht mir dann schon das ein oder andere Mal das Herz, allerdings klingeln meine Ohren nach zwei Stunden wildem musizieren, dass ich einen „Schlussstrich“ ziehen muss. Aber wehe ich bin mal fünf Minuten zu spät dran, dann stehen sie vor meiner Tür und fragen ganz entsetzt ob ich heute nicht in die Schule komme, ach schon süß die Kids. Mein Wusch für das Schulende, als Abschluss für mich und die SchülerInnen, ist ein kleiner Auftritt vor der Schule und den Eltern. Ich glaube, das würde allen gefallen und alle können zeigen was sie in den letzten Monaten gelernt haben.

Nicht nur an meinem Stundenplan hat sich was geändert sondern auch an der Schule selbst. Wir haben uns dazu entschlossen die Kantine zu renovieren. Der erste Gedanke war, die Kantine wieder auf Vordermann zu bringen, damit die SchülerInnen die Möglichkeit haben bei Regen dort zu essen. Während wir alles ausgeräumt und geputzt haben kam uns die Idee, dass wir aus den Räumlichkeiten auch einen Computerraum und aus dem Container der in der ehemaligen Kantine eingebaut ist eine Bibliothek zu machen, da die Schule Unmengen an Büchern besitzt. Diese Idee haben wir auch in die Tat umgesetzt. Dank der Hilfe von sechs Jungs aus der elften Klasse hatten wir die ehemalige Kantine innerhalb von vier Tagen von außen sowie von innen neue gestrichen. In den nächsten Wochen werden wir damit beginnen die Computer rüber zu räumen und den Computerraum einzurichten. Durch den zusätzlichen Klassenraum den wir nun gewonnen haben, konnten wir dem Zeitproblem, dem Jan immer gegenüberstand aus dem Weg gehen. Da zu Beginn des Computerunterrichts die Computer im Lehrerzimmer aufgebaut und am Ende wieder abgebaut werden mussten sind wertvolle Minuten verloren gegangen. Zusätzlich haben wir „nur“ acht funktionsfähige Computer, das heißt, dass die Klassen in vier Gruppen geteilt werden und somit nur begrenzt Zeit ist um an den Computern zu arbeiten.Was die neue Bibliothek angeht, hoffe ich, dass sie auch regelmäßig benutzt wird. Es sind nicht nur Lernbücher vorhanden, es stehen auch Kinderbücher zur Verfügung. Ich hoffe, dass ich einen Plan erstellen kann, wann welche Klasse in die Bibliothek kann um dort zu lesen. Ich glaube, dass das eine schöne alternative für die Pausen wäre und den Kindern mehr Spaß am Schulleben mit sich bringt.

PS: Bilder des fertigen Computerraums folgen noch 🙂

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